Ausgewählte Texte

Interview — Für Edition F

Christiane Arp: „Ein guter Designer weiß, was ich morgen im Kleiderschrank haben möchte”


Christiane Arp ist seit 2003 Chefredakteurin der deutschen Vogue. Vor sechs Jahren das Magazin den „Vogue Salon“ ins Leben gerufen, eine Veranstaltung, um den deutschen Modenachwuchs zu fördern. Wir haben mit ihr darüber gesprochen.

Sichtbarkeit für junge Talente

Die Modeindustrie ist ein hartes Pflaster. Vor allem in Deutschland ist es für Design-Newcomer oft sehr schwer, Fuß zu fassen und erfolgreich zu sein. Genau das wollte die Vogue ändern und hat vor sechs Jahren den „Vogue Salon“ ins Leben gerufen. Eine Veranstaltung, die ausgewählten jungen Designerinnen und Designern die Chance gibt, sich während der Berliner Fashionweek zu präsentieren. 

Wir haben mit der Chefredakteurin der deutschen Vogue, Christiane Arp, darüber gesprochen, wie sich die Förderung junger Talente in Deutschland in den letzten Jahren entwickelt hat und was ein Designer mitbringen muss, um sich beim Vogue Salon präsentieren zu können. 
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Interview — Für Edition F

Der Bund fürs Leben:
Meine Schwester und ich


Ob man es will oder nicht, mit der eigenen Schwester ist man immer verbunden. Dabei schwankt die Beziehung oft zwischen großer Liebe und Zickenkrieg. Aber was würden wir nur ohne sie tun? Eine Liebeserklärung an meine Schwester – und alle anderen Schwestern dieser Welt.

Meine Schwester: Immer da, wenn man sie braucht

Als ich vier Jahre alt war, hat mir der Nachbarsjunge, mitten auf der Straße, eine Ohrfeige gegeben. Es dauerte nur ein paar Sekunden bis meine Schwester neben mir stand und dem Jungen erst mal erklärt hat, dass er mich gefälligst in Ruhe lassen soll. Was passiert war, und ob ich vielleicht den Streit angezettelt hatte, war ihr völlig egal. Meine Schwester war zu dieser Zeit 19. Dass sie sich mit 19 Jahren mit einem Sechs-Jährigen angelegt hat, darüber könnte man sich aufregen oder man könnte darüber lachen. Für mich ist es eher ein Sinnbild dafür, was sie für mich ist und was sie in meinem Leben für eine Rolle spielt. Sie ist jemand, der immer hinter mir steht. Ob sie selbst das Problem als wichtig oder relevant empfindet, ist völlig egal. Wenn ihre Schwester ein Problem hat, dann ist sie da. Das hat sich bis heute nicht geändert. Egal wie groß meine Probleme sind oder auch wie lächerlich sie nach außen hin erscheinen. Es gibt immer eine Person die das zu 100 Prozent ernstnimmt und wenn sie könnte, jedes Problem für mich lösen würde.
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Interview — Für ZEIT Online

"Für eine Frau bist du ganz gut"


Susanna Kim ist auch als DJane I am Kim Kong bekannt und oft in bekannten Berliner Clubs wie dem Prince Charles hinter dem DJ-Pult anzutreffen. Im Interview erzählt sie, wie man DJane wird, welches Lied auf einer Party alle auf die Tanzfläche bringt und wie sie zu Liedwünschen von Partygästen steht. 

Frage: Frau Kim, ist DJane Ihr Hauptberuf?

Susanna Kim: Im Grunde genommen nicht. Ich arbeite bei der Agentur Bechstein Network und kümmere mich dort um Kommunikation und PR. Mittlerweile werde ich immer öfter als DJane gebucht um irgendwo aufzulegen, sodass ich das Auflegen schon nicht mehr nur als Hobby bezeichnen kann. Ich habe also eigentlich zwei Berufe.

Frage: Wie kam Ihnen überhaupt die Idee, DJane zu werden?

Susanna Kim: Im Grunde genommen nicht. Ich arbeite bei der Agentur Bechstein Network und kümmere mich dort um Kommunikation und PR. Mittlerweile werde ich immer öfter als DJane gebucht um irgendwo aufzulegen,
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Interview — Für ZEIT Online

Unternehmenskultur:
Wenn die Mitarbeiter über freie Tage und Geld selbst entscheiden


Das Gehalt und die Urlaubstage selbst bestimmen? Klingt nach dem Traum eines jeden Mitarbeiters. In einer Kondomfabrik wird das jetzt so praktiziert.

Einhorn Condoms ist eine Firma, die vieles anders macht: Nicht nur das Produkt – vegane, nachhaltige und fair gehandelte Kondome in Designverpackungen – ist außergewöhnlich, auch ihre Marketingaktionen und Fernsehauftritte haben einen ganz besonderen Anstrich. Kein Wunder also, dass die Gründer Waldemar Zeiler und Philip Siefer mit Einhorn auch in Sachen Unternehmenskultur und Mitarbeiterführung neue Wege gehen. Und das nicht allein, sondern mit ihrem Team: Deshalb haben sie kürzlich mit allen Mitarbeitern ein sogenanntes Offsite veranstaltet. Dabei hat sich das zwölfköpfige Team fernab vom Büroalltag in einem idyllischen Landhaus zusammengesetzt und besprochen, wie die Zusammenarbeit in Zukunft aussehen kann und sich die Frage gestellt: Was macht uns als Team glücklich und Einhorn erfolgreich?

Herausgekommen ist unter anderem auch der Wunsch, Gehalt und Urlaubstage selbst festlegen zu können – und das wurde dann auch umgesetzt. Warum das für das Unternehmen keineswegs ein Nachteil ist, was das Team dabei antreibt und was er anderen Chefs raten würde, hat Waldemar Zeiler uns im Interview erzählt.
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